Eyre Peninsula

Die Halbinsel zwischen Ceduna und Porta August wirkt ganz unscheinbar: ein paar Conservations- und kleinere Nationalparks, viel Küste, kleine Dörfer und Seafood. Wir planten eine Woche und dann sind wir durch… nun sind wir schon fast drei Wochen unterwegs! Uns hat die Halbinsel so richtig in Bann gezogen. Wir fuhren manchmal kaum 20 km zum nächsten Übernachtungsplatz oder blieben gleich ein paar Tage am gleichen Ort. Wir tobten uns mit fischen aus – es gab einige gute Nachtessen, genossen kleinere Wanderungen oder solche mit Übernachtung, machten tausend und ein Fotos von Sonnenuntergängen. Es gibt hier schroffe Küsten, an denen die Wellen laut zerschlagen oder sanfte weisse, endlose Strände mit türkisem, klarem Wasser. Der Tourismus ist hier nur ganz schwach spürbar. Die Leute leben von Landwirtschaft und Fischfang. Die Zeit ist in einigen Dörfern stehen geblieben. An der Spitze der Peninsula liegt Port Lincoln – das Versorgungszentrum. Hier haben wir jeweils unsere Vorräte aufgefüllt, bevor wir in den nächsten Nationalpark abgetaucht sind. Besonders angetan hat es uns der Coffin Bay NP. So viele Tiere wie Emus, Kängurus, Echsen, Vögel haben wir bisher noch nirgends gesehen. Die Strassen waren raue Tracks oder lange Strandabschnitte. Die Buchten total einsam und meisten kann man die Camps alleine geniessen. Das einzige, dass uns ab und zu gestresst hat war das Wetter: mal war es wunderbar warm und sonnig, am nächsten Tag konnte der kalte Wind uns wieder dazu bringen die Mütze über zu ziehen. Einen Tag hatten wir eine „Catastrophic Fire Warning“. Wir mussten den Nationalpark verlassen. In Port Lincoln harrten wir den Tag aus. Die Schulen waren geschlossen und der Strom wurde sicherheitshalber abgestellt. Glücklicherweise entstand in der Nähe kein Bushfire und so gab es am Abend wieder Entwarnung. Die Leute sind aber sehr sensibel bei diesem Thema und so ist auch das Lagerfeuer seit dem 1. November verboten. Auch wenn wir es vermissen – es ist verständlich.

Nun machen wir uns definitiv auf den Weg Richtung Adelaide: 700 km und knapp eine Woche trennen uns noch von unserem Besuch. Wir freuen uns auf Schweizerdeutsch und die gemeinsamen Tage auf dem Murray River und Kangaroo Island. Über Weihnachten und Neujahr werden wir dann ein Haus und zwei Hunde in der Nähe von Melbourne hüten – Zeit zum die nächsten Pläne machen….

One thought on “Eyre Peninsula”

  1. G‘day zämä
    Wow, wiä mä gseht, gahts ych sehr guät in Down Under. Einisch meh ä super Bricht und fantastischi Foteli – da wärdet Erinnerigä wach. D Eyre Peninsula het ys au sehr guät gfallä, hends im Coffin Bay NP über nä Wuchä eifach nur gnossä. Mmmhhh uf diä feinä Fisch han ich immer ghofft, aber dr Roger hets nid so mit denä Tiär, drum sind yseri angelruätä immer läär blubä 🙂
    Witerhin ä tolli und unvergässlichi Zyt.
    ä liäbä Gruäss

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