Vom Westen in die Mitte

Das Australien Virus hat uns bereits voll erwischt. Seit knapp einem Monat sind wir nun unterwegs und verliebt über beide Ohren. Ganz gemütlich sind wir von Perth Richtung Norden losgefahren. Unsere ersten Tage haben wir im Yanchep Nationalpark verbracht. Ein kleiner Park mit vielen Tieren und einigen schönen Walks. Weiter ging es für uns an den Pacific. Bei einem Strand haben wir drei Tage Fischer- und Leseferien eingelegt. Sand, das Rauschen des Meeres und atemberaubende Sonnenuntergänge waren unser Tagesprogramm. Noch immer führte uns die Strasse Richtung Norden und somit der Wärme entgegen. Im Kalbarri Nationalpark brachte uns die Wanderung in die Schlucht des Murchison Rivers so richtig ins Schwitzen. Erstmals fuhren wir einen Bogen und kehrten nach Geraldton zurück. Für unser erstes Offroad Projekt mussten wir Permitts für das durchqueren von Aboriginesland einholen, unsere Lebensmittel und Wasservoräte auffüllen und sonst noch so dieses und jenes erledigen. Schon etwas hubbelig starteten wir in Richtung Wiluna. Die Strasse war schon bald eine Gravelroad aber in gutem Zustand. In Wiluna tankten wir nochmals auf. Schlagartig wurde es ruhig auf der Strasse. Die ersten beiden Tage bis Carnegie Station hatten wir noch ein bis zwei Auto pro Tag. Carnegie Station ist eigentlich eine Rinderfarm mit Tankstelle und Campingplatz. Wir stoppten für Diesel, ein Kaffee und ein nettes Schwätzchen. Langsam aber sicher näherten wir uns an unseren Vorstellungen von einem Track. Die Strasse wurde zum Feldweg. Spinifex, einzelne Bäume und einfach Weite säumte unseren Weg. Wellblech, Auswaschungen und lose Steine wechselten sich ab. Mit etwa 20 km/h holperten wir gemütlich durch die Gegend. Keine Autos, keine Menschen – nur wir, Kängurus und Kamele waren unterwegs. Abends im Bushcamp wärmte uns ein Feuer (ja es war wirklich kalt!) und beglückte uns ein absolut atemberaubender Sternenhimmel. Nichtsdestotrotz freuten wir uns nach diesen Tagen auf ein bisschen mehr Zivilisation auf der Great Central Road. Schon bald erreichten wir die 36 kuppelartigen Felsen von Kata Tjuta (Olgas). Mit einer Wanderung durch das Valley of the Winds genossen wir die Gegend. Kurz darauf erreichten wir das wir bekannteste Highlight von Australien: den Uluru. Zusammen mit vielen anderen Menschen wanderten wir einmal rund herum. Da das besteigen des Berges ab Oktober 2019 verboten wird, hatte es extrem viele Leute. Wir verzichteten aus Respekt vor dem heiligen Berg darauf.

Nun geniessen wir einen ruhigen Tag auf Curtis Springs Station. Ebenfalls eine riesige Rinderfarm mit Camping. Wir werden die nächsten Wochen in den Nationalparks rund um Alice Springs unterwegs sein. Ein paar Wanderungen und ein paar Offroadtracks stehen auf dem Programm.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.