Ostertour 2006

Dallenwil – Weesen - Fussach – Wil - Dallenwil

14. April 06

km           120.7
Fahrzeit   6:14

Æ
            19.32
max         68.03

Heute morgen harzte es ziemlich. Nachdem wir gestern nicht fertig gepackt haben, mussten wir das am Morgen noch tun. So wurde es 10.00 Uhr bis wir losfuhren. Der Himmel war noch bedeckt und es war recht kühl. Über Stans ging’s nach Luzern. In Meggen machten wir einen Znünihalt. Beim Mittagsrast beim Tierpark in Goldau war es dann schon richtig sonnig. Beim Aufstieg auf den Sattel erwarmten wir dann richtig. Auf dem Rothenturm hatte es noch etwas Schnee. Aber wie immer genossen wir die Strecke durch dieses Moor. Zügig ging’s dann runter nach Pfäffikon und über den See nach Rapperswil. Dort hatte sogar das Touristinfo geöffnet. So fragten wir nach einem offen Campingplatz. Etwas erstaunt aber sehr hilfsbereit klemmt die Dame sich ans Telefon und fand einen Platz in Weesen. Also machten wir uns an die 30 km. Diese Strecke ist ein Teil der Seen-Route und wunderschön. Kurz vor Weesen machten wir noch Zabighalt. Da Karfreitag „Fischtag“ war, haben wir uns mit Brötlilachs verwöhnt… Bald trafen wir auf dem Camping ein. Der Platz war mehr ein Wald aber direkt am Walensee. Bei wunderbarer Aussicht kochten wir und stellten das Zelt auf. Eine heisse Dusche krönte den Abend. Müde schlüpften wir in die Schlafsäcke.

 

15. April 06

km           111.29
Fahrzeit   5:25

Æ
           20.54
max         37.1

Das Plätschern des Sees weckte uns am Morgen. Der Himmel war leicht bewölkt aber die Sonne drückte durch. Nach dem Frühstück und Abbau schwangen wir uns auf den Sattel. Das Po scheint sich erst wieder an die Tandemsaison gewöhnen zu müssen. Wir folgten dem Lauf der Veloroute 9. Nach Flims hatten wir etwas Gegenwind. Kurz nach Sargans bogen wir dann auf die Rheinroute ein. Auch dort hatten wir mehr Gegen- als Rückenwind. Bei Buchs hielten wir an „unserem“ Plätzli Mittagsrast. Weiter ging es durch unbekannt aber schöne Dörfer. Später führte der Weg wieder an den Rein zurück. Bei einen Friedhof tankten wir noch Wasser und benutzen das geheizte WC. Der Himmel verdunkelte sich mehr und mehr, doch wir schafften es nach Fussach bis die ersten Tropfen fielen. Die Wegweiser zum Camping führten kreuz und quer. Als wir da waren, merkten wir, dass wir bereits im Sommer vor zwei Jahren diesen benutzten. Bald hatten wir eingecheckt und stellten noch fast trocken das Zelt auf. Aufgrund des Regens gab es dann aber ein Suppen-Znacht, das wir im Zelt genossen. Mit dem Tröpfeln auf s Zelt wiegten wir uns in den Schlaf.

 

16. April 06

 km           78.8
Fahrzeit   4:43

Æ
           16.72
max         57.6

Die ganze Nacht hat es immer wieder heftig geregnet. Am Morgen drückte ab und zu die Sonne zwischen wilden Wolken durch. Der Wind blies stark und wie gewohnt in die falsche Richtung. Der Start führt uns am Bodensee entlang, vorbei an schönen Seepromenaden. Bald fielen wieder Tropfen und wir zogen die Regenmontur an. Vor Romanshorn bogen wir von der Rheinroute weg auf die Mittellandroute Richtung Bischofszell. Etwas windgeschützt kochten wir bei einem Industriegebäude Mittagessen. Die Route ging weiter über sanfte Hügel. Wegen dem Wind konnten wir die schöne Gegend nicht so richtig geniessen. Kurz vor Bischofszell verpassten wir einen Abzweiger und fuhren eine ziemlich Schlaufe inklusiver einer abenteuerlichen Fährefahrt über die Sitter. Etwas nach Bischofszell, bei Apfel und Osterhase, planten wir die Weiterfahrt nach Wil. Aufgrund des immer noch sehr unbeständigem Wetters nahmen wir die Hauptsrasse. In Wil suchten wir das Velohotel Ochsen auf. Im zweiten Anlauf öffnete uns jemand. Wir konnten das Tandem und Gepäck im Metzgereigebäude abspritzen. in einem kleinen Zimmerchen nisteten wir uns ein. Das Preisleistungsverhältnis in diesem Hotel hängt ziemlich schief. Dafür hatte es keinen Feuermelder und wir konnten das Zimmer als Küche benutzen…

 

17. April 06

km           115.1
Fahrzeit   6:06

Æ
           18.68
max         63.31

Wir haben beide nicht wirklich gut geschlafen. Nach dem Zusammenpacken gings punkt Acht ans Zmorgen. Die Serviertochter war ziemlich überfordert mit uns als Gäste und konnte uns nicht einmal frisches Brot anbieten, aber das passte leider zu unseren Eindrücken. Als dann kurz vor Aufbruch noch frische Brötchen kamen, waren diese leider noch gefroren…

Wir starteten trotzdem fröhlich in den sonnigen Morgen. Über Nebenstrassen gings nach Wattwil. Dort nahmen wir nach einem Riegel den Ricken in Angriff. Auf einer wunderschönen Nebenstrasse bewältigen wir den Aufstieg. Die Abfahrt Richtung Rapperswil war toll. Bei Jona assen wir Zmittag. Nach Pfäffikon musst wir nochmals kräftig trampen. Der Anstieg nach Rotheturm hängte richtig an. Mit einem kleinen Päuschen schaffte wir es. Wieder hatten wir eine lässige Abfahrt vor uns. Von Schwyz fuhren wir nach Gersau wo wir die Fähre nach Beckenried nahmen. Von Beckenried nach Dallenwil doppten wir uns mit Traubenzucker und fuhren glücklich und müde zuhause ein.