Klausen-Pragel

Freitag, 6. August

Schön, gewitterhaft

 

Nach einer Blitzidee am Mittag, ging es am Feierabend schnellstens nach Hause zum Packen. Mit einem Spurt schafften wir es auf das 18.02 Uhr Schiff in Beckenried. Die teure Fahr nach Brunnen wurde für eine Bananen-Mahlzeit genutzt. Entlang dem Axen radelten wir dann Richtung Uri. In Sisikon konnten wir bei der Tankstelle unterschlüpfen als ein erstes Gewitter über uns hinweg zog. In der Galerie nach Sisikon genossen wir bei einem wunderbaren Blick auf Seelisberg ;-) unser Nachtessen. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit schafften wir es nicht mehr bis Spiringen. An unserem wilden Campingplätzchen wurden wir zwar fast von den Mücken zerfleischt, genossen es aber trotzdem.

 

Tageskilometer: 18 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 16.7 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 56.8 km/h
Fahrzeit total: 1h

 

Samstag, 7. August 2004

Bewölkt

 

 Zur frühen Stunde wurden wir von Entengequake geweckt. Zuerst bauten wir das Zelt ab. Danach genossen wir das Frühstück, bereits unter den neugierigen Blicken der ersten Spaziergänger. Die Fahrt Richtung Unterschächen war zu dieser Zeit total friedlich. Nach Spiringen gab’s die erste und oberhalb Urigen die zweite Pause. Bei wenig Verkehr erreichten wir das Hotel Klausenpass. Von da bis zur Passhöhe wurde uns vor allem mental noch mal alles abverlangt. Auf der Höhe machten wir einen kurzen Fotostop. Für den Mittagsrast suchten wir uns ein schönes Plätzchen auf der Abfahrt Richtung Urnerboden. Gekocht wurde eine feine Pasta mit frischem Bergbachwasser. Gestärkt gings über den Urnerboden ins schöne Linthal. Auf der schönen Veloroute gings zügig voran bis Glarus. In Glarus war das Wetter dann sehr sommerlich und wir tankten Wasser für den Aufstieg ins Klöntal. Der Wunsch nach einem Bad im See war riesig. Der Aufstieg war hart und die Sonne brannte unerbittlich. Ein Zabigstop brachte wieder Kraft zum weiter fahren. Doch kurz vor dem Ziel türmten sich die dunklen Gewitterwolken und die ersten schweren Tropfen liessen nicht lange auf sich warten. Mit viel Glück fanden wir Unterschlupf zwischen zwei überdachten Holzbeigen. Nach fast 1.5 Stunden konnten wir die Weiterfahrt in Angriff nehmen. Aufgrund der vielen Verbotstafeln nutzten wir den offiziellen Camping. Kaum hatten wir das Zelt aufgestellt schüttete es bereits wieder vom Himmel. Auf das Bad im See wurde gerne für eine Dusche verzichtet. Endlich hörte der Regen wieder auf und ein wunderschönes Abendrot überzog den Himmel und die Berge. Also begannen wir mit Kochen. Aber kaum kochten die Hörnli im Wasser tröpfelte es wieder von oben. Unsere Zeltnachbarn hatten erbarmen und luden uns ein bei ihnen Unterschlupf zu finden. Bei Tisch am Schärmen assen wir unser Znacht und genossen den Abend mit diesen interessanten Familie aus der Ostschweiz. Verständlich, dass wir nicht so früh in den Schlafsack kamen.

 

Tageskilometer: 86.7 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 13.2 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 68.7 km/h
Fahrzeit total: 6.5h

 

Sonntag, 8. August 2004

Sonnig

 

Aufstehen war irgendwie etwas schwerfällig. Aber das Frühstück brachte uns in die Gänge und bald schon hatten wir abgebaut und unser Baracchi gesattelt. Das Einfahren entlang dem Klöntaler-See war traumhaft. Doch der Aufstieg fuhr uns doch ziemlich hart in die Glieder. Nach einer kurzen Pause fanden wir den Rhythmus. Wir wurden von zahlreichen Gümmelern überholt, aber alle hatten irgendwelche positiven Worte für uns übrig. Vor allem auf dem steilen Schlussanstieg gab es bewundernde Blicke für unsere vorwärts kommen. Auf der Passhöhe war dann reger Betrieb von Ausflüglern aber trotzdem fanden wir ein freies Bänkli für z’Mittag. Die Abfahrt war fast genauso anstrengend wie der Aufstieg. Die Bremsen wurden ziemlich heiss und verlangten einen Stop. Kein Wunder den die max. Steigung auf dieser Strecke liegt bei 18%! Durchs Muothatal ging’s zügig nach Schwyz. In Brunnen gönnten wir uns ein feines Soft-Ice auf der Schiffländi. Mit Hals-brecherischem-Tempo gings nach Gersau auf die Fähre. Inzwischen war unser Kilometerstand auf über 980 km angewachsen. Da die Strecke von Beckenried nach Stans nur 8 km misst, mussten wir auf Umwegen nach Hause um die tausender Grenze zu sprengen. Mit 1001 km trafen wir im Velokeller ein.

 

Tageskilometer: 71 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 16.9 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 49.7 km/h
Fahrzeit total: 4.25h