Irland 2006

Vom 27. Juli bis 19. August fuhren wir um und durch Irland

27. Juli 2006

Wie üblich wurde am Abend vor der Abreise noch lange gepackt. Somit waren wir nicht wirklich ausgeschlafen als der Wecker klingelte. Aber die Vorfreude auf unser nächstes Tandemabenteuer war riesig. Ohne Stau erreichten wir Zürich. Das Einchecken verlief absolut problemlos und dass Tandem kostete uns gerade mal CHF 50. Der Flug mit der Swiss war sehr ruhig. Die Verpflegung war eher mager. Das erhaltene Muffin wirkte eher als Appetitanreger anstatt als Hungerstiller! In Dublin trauten wir unseren Augen kaum als die Tandemschachtel über das normal Gepäckband kam. Wir verzogen uns nun in eine ruhige Ecke und setzten alles zusammen. Leider sind die Schletzgummis vom Anhänger zuhause geblieben. So war das erste Ziel in Dublin ein Velogeschäft. Nachdem wir zwei Gummis gekauft hatten, liessen wir uns in einem schönen Park nieder und planten die Anfahrt zum Camping. Nach einem Einkaufsstop fuhren wir direkt zum Camping. Was dann kam war bereits wieder Routine: Zelt aufstellen, duschen, kochen und Tagebuch schreiben. Wir genossen das Gefühl wieder unterwegs zu sein.

 

 

28. Juli 2006

Heute hatten wir ausgeschlafen, erst um neun krochen wir langsam aus dem Zelt. Nach dem Frühstück und Abbau gingen unsere Ferien richtig los. Über Sagart und Britta fuhren wir auf einer stark befahrenen Strasse nach Blessington. Am Pollapunka See kochten wir auf einem Rastplatz Zmittag. Auf dem Weg zu unserem ersten Pass dem Wicklow Gap genossen wir erstmals so richtig die Landschaft. Auf der Passhöhe war es ziemlich zügig, aber wunderschön wild und natürlich grün. Auf der Abfahrt hielten wir noch bei einem Bach um Wasser zu filtern. Im Tal kochten wir das Znacht auf einer Rastarea. Leider war das dortige "Zeltplätzli" bereits durch Einheimische besetzt. So setzten wir uns noch mal aufs Tandem und fuhren zum nächsten Rastplatz. Unser erster "wilder" Platz in Irland mit Tisch und Bank - was will man mehr?

 

29. Juli 2006

Am Morgen tröpfelte es aufs Zelt - ob wir uns daran gewöhnen müssen? Frühstück genossen wir im Zelt. In voller Regenmontur bauten wir ab und machten uns auf den Weg. Das Wetter war wirklich grusig - Regen, Wind und Nebel. Wir fuhren durch bis Arklow. Dort suchten wir Schärmen bei einem Einkaufszentrum. Im leeren Einkaufswägeli-Häuschen kochten wir Zmittag. Als wir wieder losfuhren drückte sogar ein bisschen die Sonne durch, aber definitv wollte der Regen noch nicht aufhören. In Gorey schlüpften wir wieder bei einem Einkaufszentrum unter. Nach etwas Schokolade hatten wir genügend Energie wieder loszufahren. In Courtown erreichten wir das erste mal das Meer. Die Küste war wunderschön bei diesem Nebel-Regen-Mix. Langsam wurde es Zeit ein Zeltplätzli zu suchen. Der erste Linksabbieger war kein Erfolg. Dafür riss plötzlich die Wolkendecke auf und die Sonne zeigte sich. Beim zweiten Linksabbieger wurden wir bereits fündig. Etwas hinter dem Caore Point fanden wir einen traumhaften Platz direkt am Meer. In der warmen Sonne trockneten unser Regenkleider und wir genossen einen wunderschönen Abend. Das Meeresrauschen sang uns in den Schlaf.

 

30. Juli 2006

Da blinzelte doch tatsächlich die Sonne ins Zelt. Mit Blick aufs Meer genossen wir das Frühstück. So nahmen wir gut gelaunt die nächste Etappe in Angriff. In Kilmuckridge filterten wir Wasser bei einer Tankstelle als ein kurzer aber heftiger Regenguss niederging. Zehn Minuten später war alles vorbei und die Sonne schien wieder. In Wexford assen wir beim Aldi Zmittag. Nach dem Wasserfassen in einem Restaurant ging es mit einem kleinen Verfahrer Richtung Arthurstown. Am Nachmittag brauchten wir viele kurze Päuschen da der Gegenwind uns ziemlich zu schaffen machte. Gegen Abend bogen wir nach Hook Heat ab. Zwischen Heuballen fanden wir ein wunderbar geschütztes Plätzli. Nach dem Znacht stellten wir das Zelt auf und genossen es die Beine zu strecken...

 

31. Juli 2006

In der Nacht hatte es geregnet und auch am Morgen fielen noch einige Tropfen. Bis wir uns aus den Schlafsäcken schälten hatte es jedoch aufgehört. Heute stand der Leuchtturm von Hook Heat auf dem Programm. Bei starkem Gegenwind kämpften wir uns auf die wunderschöne Halbinsel heraus. Der Leuchturm war wie aus dem Bilderbuch. Auf dem Rückweg hatten wir dann doch teilweise Rückenwind. So schossen wir an vielen Ruinen von Kirchen und Schlössern vorbei. Am Nachmittag erreichten wir wieder mit Gegenwind Arthurstown. Dort setzten wir mit der Fähre nach Passage Est über. Nach einigen Hügeln erreichten wir Tramore. In diesem Touristen-Nest fanden wir einen Camping. Wir genossen die Dusche und kochten anschliessend ein besonders feines Znacht. Tee und Guetzli rundeten den schönen Tag ab.

 

1. August 2006

Von Tramore aus fuhren wir entlang einer schönen Küstenstrasse. Das Auf und Ab schien uns heute nichts auszumachen. Die Klippen und kleinen Dörfer entschädigten uns für die Strapazen. Am Mittag waren wir in Dungarvan. Im Tourristoffice holten wir noch Informationen zur nächsten Fährestation für morgen. Dank deren Angaben konnten wir uns den Umweg über Lismore sparen und fuhren direkt nach Youghal. Das Wetter war ein Traum und selbst der starke Gegenwind konnte unserer Laune nichts anhaben. Bei einer Kirche kochten wir unser Abendessen. Heute mussten wir lange suchen bis wir ein Schlafplätzli fanden. Aber kurz nach acht waren wir doch noch erfolgreich. Gut versteckt bauten wir das Zelt auf und schliefen schon bald ein.

 

2. August 2006

Die Sonne trocknete heute das tau-nasse Zelt. So liessen wir uns ziemlich Zeit beim Frühstück. Über Cloyene gings nach Middleton. Über eine Brücke fuhren wir nach Great Island. Nach Cobh wählten wir den kürzesten Weg der einige saftige Steigungen inne hatte. In Cobh kochten wir erstmals das Zmittag. Anschliessend schlossen wir das Tandem auf einem Parkplatz ab. Wir besuchten das Seefahrermuseum. Cobh hiess früher Queenstown und war der Starthafen vieler Schiffe, unter anderem auch für die Titanic. Nach Karten schreiben, Kaffee trinken und einkaufen ging es wieder weiter. Mit der Fähre fuhren wir nach Monkstown. Auf dem Weg nach Carrigaline verfuhren wir uns etwas. Der Umweg wurde mit einer schönen Abfahrt durch ein grünes Tal belohnt. In Ballyfeard fanden wir bei einem verlassenen Haus ein schönes Plätzli.

 

3. August 2006

Auch heute gab es Frühstück mit Sonnenstrahlen. Für die Tagesetappe hatten wir zwei Varianten. Eine kurze bis Glandore oder eine lange zum Leuchtturm von Mizen Head. Uns lief es ausgezeichnet. So erreichten wir bald Kinsale. In Clonakilly assen wir Zmittag und beschlossen definitiv den Mizen Head in Angriff zu nehmen. Um etwas Zeit zu sparen nahmen wir die N 71 bis nach Sibbereen. Auf dieser Strasse traffen wir ein Paar aus Nelson. Nach einem ausgiebigen Schwatz fuhren wir wieder los. In Ballydehop konnten wir endlich wieder auf Nebenstrassen ausweichen. Auf der Überlandfahrt änderte sich die Landschaft komplett. Die Felder verschwanden und es tauchten steinige Schafweiden auf. Kurz vor Shull assen wir Znacht. Noch hatten wir 18 Km vor uns. Mit zwei Snickerspausen schafften wir unser Ziel. Doch die Enttäuschung war riesig. Der Leuchtturm befand sich hinter einer Klippe und der Zugang war nur über ein Touristencenter möglich und das hatte Abends um halb neun natürlich geschlossen. Da es direkt am Mizen Head keine Zeltmöglichkeit gab fuhren wir einige Kilometer zurück. Dort hatten wir in der Nähe des Meers eine schöne Wiese auf der sich auch schon andere Camper eingerichtet hatten. Um Viertel vor Zehn stand auch unser Zelt. Eine Tasse Tee und den Schoggikuchen hatten wir uns wirklich verdient.

 

4. August 2006

Irgendwie hatten unsere Beine noch die gestrige Etappe intus. Die Landschaft um den Mizen Head war in Nebel gehült und es war schwül-warm. Beim Frühstück wurden wir ausgiebig von wilden Hasen begutachtet. Bis nach Goleen kamen wir zügig voran. Nachher harzte es ein bisschen. In Bantry fand gerade ein Markt statt, so dass es ein ziemliches Chaos war. Wir waren froh, dass sich unser Camping etwas ausserhalb befand. An einer schönen Ecke auf dem Platz stellten wir das Zelt auf und genossen ausgiebig die Dusche. Der Zeltplatz war sehr weitläufig. So brauchten wir vom Zelt bis zur Laundry volle zehn Minuten! Dafür hatte es einen Laden gleich in der Nähe. Gemütlich verbrachten wir den Abend und freuten uns auf die frischgewaschenen Trikots...

 

5. August 2006

Heute Morgen war unser Zelt völlig zugeparkt. Rundherum hatte es Autos und erst noch Deutsche... Wir freuten uns wieder aufs wild zelten. Nach dem Start haben wir bei der Nahen Tankstelle noch Benzin getankt. Nun machten wir uns auf den Weg ins einsame Coomola Tal. Es war wirklich einsam und die Strasse war ein besserer Feldweg - aber wunderschön. Nachdem wir zwei Hügelkämme überwunden hatten, schraubten wir uns einem Tal entlang auf den Pass hoch. Nach dem Mittagessen hatten wir eine schöne Abfahrt vor uns. In Kilgarven tankten wir Wasser auf und trafen wieder auf eine Hauptstrasse. Über Muckross fuhren wir in den Killarney Nationalpark. Das Zabigplätzli gefiehl uns so gut dass wir entschlossen zu bleiben. Wir verbrachten die Zeit am See mit dösen und Yatzee spielen. Nach dem Znacht stellten wir das Zelt auf und verkrochen uns bald.

 

6. August 2006

Heute Morgen tröpfelte es aufs Zelt. So frühstückten wir im Zelt. Plötzlich bemerkten wir unzählige Zecken im Zelt. Beim aufräumen wurde es immer schlimmer. Diese Dinger liessen sich aus dem Baum ob uns runterfallen. Ziemlich beunruhigt fuhren wir los. Auf dem Aufstieg zum Moll's Gap beruhigten wir uns langsam wieder. Die Abfahrt durch ein langes Tal brachte die gute Laune entgültig zurück. In Seems kochten wir Zmittag - wir waren eine ziemliche Touristenattraktion. Die 34 km nach Waterville waren traumhaft. Der Pass Coomakest war neu ausgebaut und entgegen unserem Reiseführer leicht zu bewältigen. Bei schönstem Wetter genossen wir in Waterville ein Zabig. Nachher brachen wir ins Inny Tal auf. Nach dem Znacht fuhren wir noch etwas weiter. Neben einer Waldstrasse, am Fusse des Morgigen Passes stellten wir das Zelt auf. Nachdem wir unsere Material von den Zecken gereinigt hatten, stand noch die Leibesvisitation auf dem Programm. Stand Zeckenbisse 4:4.

 

7. August 2006

Am Morgen blinzelte die Sonne ins Zelt und machte uns munter für den Aufstieg. Es war ziemlich frisch, aber die Steigungen auf den Ballagisheen Pass machten uns warm. Die Abfahrt war wie immer unser verdientes Zuckerbrot. Entlang vom schönen Lake Acoose fuhren wir nach Killorgin. Dort fand gerade ein Velorennen statt - und wir natürlich mitten drin. Heute gabs zum Zmittag frische Sandwich. Nach 10 km auf einer Schnellstrasse bogen wir Richtung Dingle ab. Für einmal ging es einfach gerade aus, was für Irland sehr ungewöhnlich ist. Nach einem Hügel erreichten wir Dingle. Ein sehr schönes aber touristisches Dörfchen. Das Znacht assen wir auf einer Rastarea bei einer Tankstelle. Danach fuhren wir nochmals los auf den Slea Head Road. Die Strecke war fantastisch und spektakulär. Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir eine schöne Wiese oberhalb der Klippen. Bei kalten Temperaturen genossen wir das Eintauchen der Sonne ins Meer.

 

8. August 2006

Heute verdeckten dichte Wolken die Sonne. Aber wir genossen das Frühstück trotzdem vor dieser tollen Aussicht. Wir fuhren weiter entlang dieser Halbinsel. Beim Znüni waren wir bereits wieder in Dingle.  Nach einem Flapjack nahmen wir den Connor Pass in Angriff. Eine Stunde ging es stetig bergauf. Die Passhöhe beschenkte uns mit einer wunderschönen Aussicht. Windgeschützt hinter einem Mäuerchen kochten wir Zmittag. Die Abfahrt Richtung Tralee war sehr angenehm. In Tralee standen wir wieder mal mitten in einem Strassenchaos. Nach dem Einkauf machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Der lag etwas ausserhalb und war entsprechend ruhig - wir genossen es. Eine warme Dusche war dann genau das Richtige für uns. Leider begann es am Abend zu Regnen, so mussten wir die feinen Älplermagronen im Zelt geniessen. 

 

9. August 2006

Am Morgen nieselte es nochmals kurz - aber dann blieb es trocken. Nach einem kurzen Schwatz und Streckenbesprechung mit vier radelnden Franzosen machten wir uns in die gegengesetzte Richtung auf den Weg. Bis Listowel kamen wir zügig voran und wurden noch von zwei Spaniern begleitet. Aber auch unsere Wege trennten sich bald. Nach einem kurzen Verfahrer fanden wir den richtigen Weg. Beim Lidl kauften wir noch ein Beutel feines Studentenfutter. Leider verpassten wir kurz darauf wieder ein Abzweiger. Aber wir merkten es erst etwa 25 km weiter an einer komischen Kreuzung. Die Antwort des Autofahrers der uns in der Orientierung half, gefiel uns gar nicht. Wir ärgerten uns ziemlich. Nach dem Mittagessen erreichten wir endlich wieder unsere ursprüngliche Strasse. Erstaunlicherweise kamen wir nun wieder wie der Blitz voran. Bald waren wir in Rathkeale. Dort wechselten wir auf die N21 Richtung Adare und Limerick. Der Verkehr war zwar sehr stressig aber wir durchquerten die Stadt erfolgreich zur Rushhour. Etwas ausserhalb assen wir bei einer Kirche Znacht. Nach etwa einer Stunde Weiterfahrt fanden wir ein geeignetes Zeltplätzli.

 

10. August 2006

Wir hatten wunderbar geschlafen und starteten so munter zur zweiten Etappe Richtung Galway. Bis zum Znüni verlief die Strecke sehr unspektakulär. Nachher radelten wir durch eine schöne Hochebene mit viel Wald. Eine Abfahrt war der krönende Abschluss. Kurz bevor wir wieder auf eine Schnellstrasse wechselten kochten wir Zmittag. In Gort kauften wir ein und füllten den Wasservorrat auf. Der Verkehr bis Oranmore war heavy. Zusammen mit dem Gegenwind knabberte es ziemlich an unseren Nerven. Galway durchfuhren wir entlang dem Hafen und konnten so dem Chaos in der Innenstadt entgehen. Entlag einer wunderschönen Küste fuhren wir weiter. In einer Quartiereinfahrt kochten wir Znacht. Nachher machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplätzli. Bereits beim 2. Versuch wurden wir fündig. Unser neues Nr. 1 - Plätzli am Meer war gefunden - Traumhaft.

 

11.August 2006

Auf grossen Steinen am Meer assen wir das Frühstück. Der Abschied von diesem schönen Ecken fiel uns schwer. In Spiddle machten wir einen kurzen Stop und kauften ein. Nachher ging es eine ganze Weile bis wir wieder auf bewohntes Gebiet stiessen. Die Landschaft war extrem karg, hatte aber einen besonderen Charme. Stunde um Stunde radelten wir durch diese Gegend. Die Zeit, der Wind und die tiefhängenden Wolken verbreiteten eine ganz melancholische Stimmung. Wir genossen das kleine bunte Dörfli Carna anschliessend umso mehr. Über eine schöne Ebene erreichten wir das Tal Kylemore. So einsam wie im Reiseführer beschrieben war es leider nicht mehr. So hatten wir ziemlich Mühe ein Zeltplätzli zu finden. Als wir endlich ein windgeschütztes Örtli gefunden hatten wimmelte es dort vor beissenden Minifliegen. Aber das Zelt war schnell aufgestellt und wir verkrochen uns.

 

12. August 2006

Unser "Sandflies-Zelt-Abbau-Training" zahlte sich voll aus. So waren wir innehalb kurzer Zeit abfahrbereit. In Leenan entschieden wir uns aufgrund des kalten Windes und der müden Beine für die kürzere Strecke nach Westport. Zum Zmittag hatten wir heute ein Experiment: Milchreis aus der Büchse - es schmeckte erstaunlich gut. Der einzige Camping in Westport überraschte uns mit einem hohen Preis € 24 - wenigsten waren die Duschen nicht limitiert! Zum Waschen mussten wir in die Stadt. So genossen wir den Luxus einer bedienten Laundry und liessen uns die Stink-Trikots waschen, trocknen und zusammen legen. Unterdessen schauten wir in einem gemütlichen Pub den Halbfinal des irischen Nationalsports (Mischung aus Fussball und Rugby). Zum Znacht backten wir Fladenbrot - schon wieder ein Experiment! 

 

13. August 2006

Der ruhige Nachmittag gestern hat uns gut getan - so starteten wir fisch und Munter. Nach der Stadt Westport fuhren wir über zig Hügelchen vorbei an grösseren und kleinen Farmen. Mit Hilfe der Karte und Auskunft von Einheimischen fanden wir den Weg - Wegweiser scheint hier niemand zu vermissen. Heute war echt ein toller Tag, das Wetter war uns wohl gesinnt, der Wind human und die Landschaft ein Traum. Die Seen waren gespickt von kleinen grünen Inselchen. Inmitten dieser abgelegenen Gegend trafen wir auf ein kleines Teahaus. Da Sonntag war verwöhnten wir uns mit Scones. Leider verpassten wir anschliessend der Abzweiger nach Glenn Forest. Aber auch auf der Alternativstrecke fanden wir ein tip-toppes Zeltplätzli. Wir hatten sogar ein "Haustier" - ein Schaf schaute unserem emsigen Treiben den ganzen Abend zu.

 

14. August 2006

Schnell erreichten wir heute das Dorf Maam Cross - das aus einer Tankstelle und einem Hotel bestand. In Oughterard tankten wir Wasser auf und assen ein Znüni. Umso näher dass wir nach Galway kamen, umso heftiger wurde der Verkehr. Wir hatten die Autos ziemlich satt, so dass wir entgegen unseren Plänen Galway auf dem direktesten Weg wieder verliessen. In einem Pub etwas ausserhalb beratschlagten wir unsere nächsten Etappen. Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg. Die Zeltplatzsuche war heute nicht einfach. Also fragten wir auf einer Farm nach. Wir durften bleiben- später wurden wir noch auf Tee und Kuchen eingeladen. Spät ging es zurück ins Zelt. 

 

15. August 2006

Für das Frühstück backte die Frau extra frische Scones und wir durften eine Dusche geniessen. Diese Gastfreundschaft von wildfremden Leuten ist unglaublich. Der Abschied von Mary und Tom war sehr herzlich. Nach diesem schönen Erlebnis starteten wir fröhlich in den Regentag.  Athlone erreichten wir ziemlich nass. In einem Einkaufszentrum quartierten wir uns ein. Während die Regenkleider langsam abtrockneten assen wir Zmittag. Draussen regnete es in Ströme - wir waren froh im Schärmen zu sein. Als der Regen nachliess machten wir uns wieder auf den Weg. Wir brauchten eine volle Stunde bis wir die richtige Strasse aus dieser Kleinstadt gefunden hatten. Bei einer Tankstelle entledigten wir unserer Regenkleider und tankten Benzin auf. Als wir abfahren wollten, entdeckten wir den platten Hinterreifen. Also noch Schlauch wechseln. Bald waren wieder fit. Als wir Ballymore erreichten war es Zeit für Znacht. Auf einem knallgrünen Bänkli kochten wir. Auf einer frischgemähten Wiese stellten wir das Zelt auf.

 

16. August 2006

Heute haben wir lange geschlafen. Leider war der Himmel voller Wolken. Als es zu nieseln begann, entschlossen wir uns zu einem Znüni-Kaffee in Mullingar. Inzwischen hatte sich die Sonne durchgesetzt und wir fuhren nach Delvin. Im Lidl von Trim kauften wir Butterscones zum Zabig. Gemütlich machten wir uns auf den Weg. Entlang der R 152 fanden wir spontan eine wunderschöne, grosse und grüne Wiese. Da es noch zu früh fürs Znacht war, spielten wir noch eine Runde Yatzee. Wir genossen unseren letzten "wilden" Abend in vollen Zügen. 

 

17. August 2006

Heute sind wir früh erwacht. Fast eine Stunde früher als gewohnt waren wir bereit zur Abfahrt. In Dungshauglin waren wir rasch. Anschliessend passierte uns das typische "Letzter-Reisetag-Missgeschick" - wir verfuhren uns. Wir hatten ja Zeit und so waren die 10 Extra-Km nicht so tragisch. Kurz vor Mittag waren wir in Swords. Bis zum Camping war es noch ein Stück. In Rush kochten wir erst das Zmittag, dann ging es ans Aufstellen. Den ganzen Nachmittag verbrachten wir mit dem Reinigen unsere Ausrüstung. Die Sonne trocknete an der Wäscheleine unsere geputzten Sachen. Nach der Dusche gab es Znacht und zum Dessert einige Gummi-Erdbeeren. Zum letzten Mal krochen wir ins Zelt.

 

18. August 2006

Als Abschluss hatten wir Heute in den Schlafsäcken - quasi im Bett - gefrühstückt. Stück für Stück packten wir unsere Siebensachen zusammen. Auf dem Weg zum Flughafen von Dublin waren wir ziemlich stil und gespannt, ob unsere Schachtel noch an Ort und Stelle war. Am Flughafen suchten wir ein ruhiges Plätzli. Leider war die Schachtel weg und so machten wir uns abwechslungsweise auf die Suche nach ankommenden Radler. Philippe war erfolgreich und schleppte einen Deutschen in unsere Ecke. Während er auspackte, packten wir ein. Unser Tandem wurde dann reisefertig eingestellt so dass wir uns mit den restlichen Taschen auf die Suche nach einer Unterkunft machten. Auf gut Glück wählten wir ein B&B in Swords und fuhren mit dem Bus dort hin. Wir hatten Glück - ein herziges Zimmer mit eigenem Bad. Wir genossen den Luxus. Zum Apero kauften wir ein Bier und liessen uns auf einem Bänkli nieder. Znacht gab es Heute nicht mehr aus den eigenen Pfannen sondern vom McDonalds. Nachdem wir Proviant für die Heimreise eingekauft hatten liefen wir zurück zum B&B.

 

 19. August 2006

Strömender Regen draussen - wir genossen ein Frühstück mit Eier und Schinken! Es war schön. Beim Warten auf den Bus wurden wir dann doch noch ziemlich nass. Am Flughafen war ein totales Chaos und wir mit der riesigen Schachtel mitten drin. Vom Flughafenpersonal wurden wir in eine Ecke beordert und pünktlich zum eröffneten Check-In Schalter wieder abgeholt. Der nette Inder am Schalter wusste nicht recht wie das "Bike" gehandhabt werden soll. Also bekam es einfach einen Gepäckkleber und ab an den Sperrgutschalter. Geld wollte niemand sehen. Wir schlenderten anschliessend etwas durch die Dutyfreeshops und genossen unsere Sandwichs. Der Flug war sehr angenehm und wir genossen die Aussicht über den Wolken. In Zürich wurden wir von Philipps Eltern abgeholt und nach Hause chauffiert.